RUNDREISEN

DREITÄGIGE RUNDREISEN

WINE TOURS

Reise durch die Weingärten, in denen einige der großartigen DOC Weine der Marken reifen. Zu den önogastronomischen Reizen gesellen sich auch künstlerische und archäologische Vertiefungen sowie Orte von großem naturalistischen Interesse dazu.

Die empfohlene Besichtigungsrundfahrt beginnt in Ancona, dem dorischen Hauptort, in dessen historischem Zentrum man bei den bedeutendsten Denkmälern Halt machen sollte: Die Kathedrale San Ciriaco, das römische Amphitheater, San Francesco delle Scale, Santa Maria della Piazza, Piazza del Plebiscito, die Loggia dei Mercanti (Handelsbörse), Theater der Musen, Trajansbogen. Bleibt noch Zeit übrig, ist ein Besuch des Archäologischen Nationalmuseums der Marken empfehlenswert, in dem eine Dokumentation über die vom Paläolithikum bis zum klassischen Zeitalter in der Region gegenwärtigen Kulturen zu sehen ist, mit einem großen Bereich, der den Picenern und Kelten gewidmet ist, die in der Eisenzeit Protagonisten der lokalen Szene waren.

Während des Mittagessens ist eine Degustation des „Rosso Conero“ empfehlenswert, ein Wein mit rubinroter Farbe und trockenem Geschmack, passend zu rotem Fleisch, Stockfisch nach Ancona-Art und reifen Käsen wie der Fossa-Käse. Er wird in sieben Gemeinden rund um den Monte Conero aus Montepulciano- und Sangiovese-Trauben hergestellt.

In Morro d'Alba kann es sehr schön und eindrucksvoll sein, den Scarpa-Rundweg entlangzugeben, einen überdachten Laufgraben auf der Stadtmauer, erbaut im XV Jahrhundert. Im „Museo Utensilia“ (Werkzeugmuseum) sind Arbeitsinstrumente des ländlichen Lebens aufbewahrt: Ein guter Anlass, um über das bäuerliche Erbe in den Marken nachzudenken. Das wahre Glück dieser Gegend ist jedoch ein autochthoner Rebstock: Vereint mit bis zu maximal 15 Prozent Montepulciano- oder Verdicchio-Trauben, entsteht ein voller und weicher Wein, dessen aromatischer Charakter einzigartig ist. Seine Produktion ist äußerst beschränkt: „Lacrima di Morro d'Alba“.

In Jesi ist eine eindrucksvolle Stadtmauer erhalten, die im XIV Jahrhundert auf einer römischen Trasse erbaut wurde. Sie ist eine der besterhaltenen Stadtmauern in den Marken und ist zirka eineinhalb Kilometer lang. Ihre Tore, die Wachtürme, die so genannten „Piombatoi“ (Einzahl piombatoio, eine Art Wehrerker), die Laufgräben für den Rundgang, erzählen alle von jahrhundertelangen Kämpfen und Gefechten der Macht halber. Das historische Zentrum ist durch kleine Plätze, enge Gässchen, vornehme Gebäude und Kirchen charakterisiert. Francesco di Giorgio Martini verdanken wir den Palazzo della Signoria aus dem fünfzehnten Jahrhundert, ein elegantes Monument und gleichzeitig ziviles Wahrzeichen der Stadt, in dem die Gemeindebibliothek „Biblioteca Comunale Planettiana“ untergebracht ist. Der ganz Stolz der Stadt ist das Theater „Teatro Pergolesi“ aus dem achtzehnten Jahrhundert, einziges Theater großer Tradition in einer Provinzstadt. Der Palazzo Pianetti Tesei ist eine der interessantesten Kreationen des italienischen Rokoko; darin ist die „Pinacoteca Civica“ (städtische Gemäldegalerie) untergebracht, in der Sammlungen – unter anderem - von Werken von Lorenzo Lotto, dem venezianischen Maler, der im sechzehnten Jahrhundert in den Marken tätig war, gezeigt werden.

Die Regionale Vinothek der Marken ist in den Weinkellern des Palazzo Battaglia, mitten im Zentrum untergebracht. Hier kann man alle in der Region produzierten önologischen Spezialitäten verkosten. Am Nachmittag empfehlen wir den Transfer ins Gebiet von Cupramontana. Dies ist eines der klassischen Produktionsgebiete des „Verdicchio dei Castelli“ von Jesi, ein autochthoner Wein aus nur einer Rebsorte, ein Spitzenwein unter den italienischen Weißweinen, der die Sinne begeistert.

Es empfiehlt sich hier die Exkursion zur Klause der „Frati Bianchi“ (Weiße Brüder), die zirka eine Stunde in Anspruch nimmt und für jedermann geeignet ist. Die Route schlängelt sich längs eines Tales, das von einem manchmal versiegenden Wildbach durchzogen wird und von einem dichten geschützten Wald bedeckt ist. Mitten in diesem Wald erhebt sich auf einer großen Lichtung ein Klosterkomplex, der auf das XV-XVI Jahrhundert zurückgeht und sehr groß und gegliedert und zum Teil in den Fels gehauen ist. Nach dieser kurzen Exkursion empfiehlt sich ein Besuch im internationalen Weinetiketten-Museum von Cupramontana, wo über hunderttausend Etiketten vom XIX Jahrhundert an bis zur heutigen Zeit aufbewahrt werden, eingeteilt nach geografischen und thematischen Kriterien. Unmittelbar daneben liegt die „Enoteca Comunale“ (Gemeinde-Vinothek), wo man Weine dieses Gebietes degustieren kann.

Am Vormittag des dritten Tages empfehlen wir einen Besuch der spektakulären Grotten von Frasassi, kombiniert mit einer Besichtigung des kleinen mittelalterlichen Zentrums von San Vittore Terme. Am Nachmittag empfiehlt sich die Weiterfahrt nach Matelica, in dessen Zentrum sich die große Piazza Enrico Matte mit dem achteckigen Brunnen aus dem Jahr 1587 befindet, auf der das Regierungsgebäude (1271), der Stadtturm und die schöne „Loggia degli Ottoni“ stehen. Der Palazzo degli Ottoni beherbergt die „Pinacoteca Civica“ (städtische Bildergalerie) und das Archäologiemuseum mit Material aus den Nekropolen der Picener, mit römischen Fundstücken, Keramiken aus dem Hochmittelalter und Fayencen aus dem Mittelalter und der Renaissance. Ein Besuch des Piersanti-Museums kann sehr interessante sein, wo sich eine archäologische sowie eine Kunstsammlung befinden, die im gleichnamigen Palazzo eingerichtet sind: Hier werden – gemeinsam mit anderen Fundstücken – eine Reihe von Fundstücken aus Marmor mit zirka dreißig Zentimeter Durchmesser aufbewahrt, die mit Zeichen und Linien bedeckt sind. Dabei handelt es sich um einen echten Kalender, der auf die Zeit zwischen dem l und dem Il Jahrhundert n. Chr. zurückgeht.

Das obere Esino-Tal ist das Gebiet eines weiteren DOC-Weins, des Verdicchio, der den Namen des repräsentativsten bewohnten Zentrums, nämlich Matelica annimmt. Die besonderen Charakteristiken der wasserdurchlässigen und lockeren Böden, mergelig, kalkhaltig, mit Kieselerde-Tönen tragen gemeinsam mit dem Mikroklima und der Höhe der Hügel, auf denen sich die Weingärten befinden, zur Produktion von Weinen optimaler Struktur bei, die sich am besten ab dem auf die Weinlese folgenden Jahr äußert. Der Wein passt durch seine Langlebigkeit und seine Substanz nicht nur hervorragend zu Fischgerichten, sondern auch zu weißem Fleisch, zur „Ciauscolo“ (typische Wurstsorte), zur „Salame di Fabriano“ oder zum Carpegna-Schinken.

Erster Tag

10:00
Ankunft in Ancona und Besichtigung des historischen Zentrums
13:00
Aufenthalt zum Mittagessen mit Degustation des "Rosso Conero"
15:00
Abfahrt nach Morro d'Alba
16:00
Ankunft in Morro d'Alba, Besichtigung des historischen Zentrums und des Werkzeugmuseums
18:00
Degustation der "Lacrima di Morro d'Alba" in einem Weinkeller im Weinbaugebiet

ZWEITER TAG

09:30
Ankunft in Jesi und Besichtigung des historischen Zentrums
12:00
Aperitif in der "Enoteca Regionale" (Lokale Vinothek)
13:00
Aufenthalt zum Mittagessen
15:30
Exkursion und Besichtigung der Klause der "Frati Bianchi" (Weiße Mönche) von Cupramontana
16:30
Besichtigung des Internationalen Weinetiketten-Museums von Cupramontana
18:00
Degustation in der Gemeinde-Vinothek von Cupramontana (Verdicchio dei Castelli di Jesi)

DRITTER TAG

09:00
Treffpunkt bei der Kasse der Grotten von Frasassi
09:30
Besichtigung der Grotten von Frasassi
11:00
Besichtigung des historischen Zentrums und des Museums von San Vittore Terme
12:30
Aufenthalt zum Mittagessen
15:00
Abfahrt nach Matelica
15:30
Besichtigung des historischen Zentrums von Matelica
17:30
Degustation des "Verdicchio di Matelica" in einem Weinkeller im Weinbaugebiet
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