PARK

Die flora

Die große Varietät der ökologischen Bedingungen des Territoriums ermöglicht eine Entwicklung von sehr unterschiedlichen Vegetationstypen. Die Erhebungen aus Kalkgestein sind bis zu einer Höhe von achthundert Höhenmetern von Mischwald charakterisiert, mit Laubbäumen, die auf den kälteren Abhängen von der europäischen Hopfenbuche, dem Neapolitanischen Ahorn sowie der Blumen-Esche vertreten werden und in den wärmeren und geschützteren Bereichen von der Flaumeiche, die gemeinsam mit Ginster, Erika- und Zistosen-Sträuchern auftreten können. Buchenwälder sind nur in den niedrigen Abschnitten des Scappuccia-Tals und des Acera-Tals vorhanden, die von besonderen Bedingungen der Klimaumkehr begünstigt werden. Hier bereichert sich das Unterholz im Frühling mit den Farben der Waldflora, mit dem Türkis der Meerzwiebeln, dem Violett der Leberblümchen und dem Gelb der Primeln. Nadelwälder, wie jener des Monte Predicatore, sind bedingt durch die Aufforstungen in den dreißiger- und Vierzigerjahren, mit nicht autochthonen Arten wie der Schwarzkiefer. Auf den wärmeren Abhängen der felsigen Klammen ist die Vegetation typisch mediterran: Zur Steineiche gesellen sich Terebinth- Pistazien, Steinlinden, der Erdbeerbaum, die Stechwinde und der Thymian.

Das Territorium besteht fast zur Gänze aus dem Mineral Kalzit und ist durch sehr dicke Schichten charakterisiert, zwischen denen nur selten Vegetationsstreifen wachsen. Trotz des Zaubers und der felsigen, rauen und wilden vertikalen Struktur, erreichen die Berggipfel des Parks nur selten tausend Höhenmeter und sind über Straßen und Pfade erreichbar. Die Felsen, die überall herausragen, sind ausgesprochen reich an Fossilien jeder Größe: 1976, wurden während der Grabungsarbeiten für einen Straßentunnel die Überreste eines Ichthyosaurier gefunden, einem Meeresreptil, das vor hundertfünfzig Millionen Jahren gelebt hat. Heute sind seine Überreste im lokalen Museum von San Vittore Terme ausgestellt. Die felsigen Klammen wurden durch tektonische Phänomene verursacht, zu denen im Laufe der Zeit auch noch die erosive Wirkung zweier wichtiger hydrographischer Systeme hinzukam: Der Fluss Esino und sein Zufluss Sentino. Beide sind – im Abschnitt, der zum Territorium des Parks gehört – durch stark in das weiße Jura-Kalkgestein eingeschnittene Flussbette gekennzeichnet, die durch Strudel und schnelle kleine Wasserfälle charakterisiert sind, die sie besonders anziehend für alle Liebhaber von Flusssportarten machen.

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